Elternarbeit
Elternarbeit stärken
Zwei Sessions für klare, wertschätzende und wirksame Elterngespräche
Elterngespräche gehören zu den sensibelsten Aufgaben im Schulalltag. Sie können Verbindung schaffen, Vertrauen stärken und Kinder wirksam unterstützen. Gleichzeitig können sie herausfordernd sein, besonders dann, wenn unterschiedliche Wahrnehmungen, Sorgen, Erwartungen oder Widerstand im Raum stehen.
In diesem Themenpaket erhältst du zwei starke Perspektiven auf gelingende Elternarbeit. Ralph Keller zeigt dir praxisnah, wie du Elterngespräche professionell vorbereitest, souverän führst und mit unterschiedlichen Elterntypen sicher umgehst. In der Session „Verbindung statt Front“ geht es ergänzend darum, was auf der Beziehungsebene passiert, weshalb Gespräche kippen können und wie du auch in schwierigen Momenten ruhig, klar und verbindend bleibst.
Gemeinsam zeigen dir beide Webinare: Gute Elternarbeit beginnt nicht erst im Konflikt. Sie entsteht durch Haltung, Vorbereitung, Beziehung, klare Kommunikation und die Fähigkeit, auch dann professionell zu bleiben, wenn es emotional wird.
Die beiden Webinare im Überblick
Elterngespräche meistern
Wertvolle Impulse für die Elternarbeit mit Ralph Keller
In dieser Session lernst du, wie du Elterngespräche professionell, wertschätzend und lösungsorientiert gestaltest. Ralph Keller arbeitet mit realitätsnahen Beispielen und professionellen Schauspieler:innen, wodurch typische Gesprächssituationen aus dem Schulalltag lebendig und greifbar werden.
Du erhältst konkrete Techniken, um Eltern auf Augenhöhe zu begegnen, Vertrauen aufzubauen, mit Widerstand umzugehen und auch schwierige Themen wie Schulabklärungen, Konflikte oder unerwartete Reaktionen klar und ruhig anzusprechen.
Besonders wertvoll ist diese Session, wenn du lernen möchtest, wie du Gespräche strukturierst, dich auf verschiedene Elterntypen einstellst und in herausfordernden Momenten Zeit gewinnst, statt vorschnell zu reagieren.
Verbindung statt Front
Wie Elterngespräche wieder konstruktiv werden
Diese Session vertieft die emotionale und beziehungsorientierte Ebene von Elterngesprächen. Im Zentrum steht die Frage, weshalb Gespräche manchmal kippen und was Lehrpersonen tun können, um nicht in Verteidigung, Rechtfertigung oder Fronten zu geraten.
Du lernst, Elternverhalten nicht sofort als Angriff zu deuten, sondern die mögliche Sorge, Unsicherheit oder Hilflosigkeit dahinter wahrzunehmen. Gleichzeitig geht es darum, die eigene innere Sicherheit zu stärken, Grenzen klar zu setzen und Gespräche so zu führen, dass das Wohl des Kindes im Mittelpunkt bleibt.
Besonders wertvoll ist diese Session, wenn du verstehen möchtest, was unter der Oberfläche eines schwierigen Gesprächs passiert und wie du mit Haltung, Ruhe und Klarheit wieder Verbindung herstellen kannst.
Key Takeaways aus beiden Sessions
1. Gute Elternarbeit beginnt vor dem ersten Problem.
Wenn Eltern nur dann von der Schule hören, wenn etwas schwierig ist, entsteht schnell Anspannung. Frühzeitiger Kontakt, kleine positive Rückmeldungen und ein respektvoller Start ins Schuljahr schaffen Vertrauen, bevor es herausfordernd wird.
2. Haltung wirkt stärker als jede Technik.
Die innere Grundhaltung entscheidet mit, wie ein Gespräch verläuft. Ralph Keller beschreibt dies mit dem Gedanken „Ich bin okay, du bist okay“. In „Verbindung statt Front“ wird dieser Gedanke vertieft: Eltern handeln oft nicht gegen dich, sondern aus ihrer eigenen Sorge heraus.
3. Unterschiedliche Eltern brauchen unterschiedliche Zugänge.
Dominante, initiative, stetige oder gewissenhafte Eltern reagieren nicht gleich. Wenn du verschiedene Persönlichkeitstypen besser verstehst, kannst du dein eigenes Verhalten bewusster anpassen, ohne dich selbst zu verlieren.
4. Verbindung kommt vor Lösung.
Eltern müssen sich zuerst gehört fühlen, bevor sie offen für pädagogische Einschätzungen und nächste Schritte sind. Ein Satz wie „Ich höre, dass Sie sich Sorgen machen“ kann mehr bewirken als eine sofortige fachliche Erklärung.
5. Widerstand ist oft ein Schutzversuch.
Wenn Eltern laut werden, bagatellisieren, fordern oder das Gespräch verlassen möchten, steckt dahinter häufig Unsicherheit, Angst oder Ohnmacht. Das entschuldigt nicht jedes Verhalten, hilft aber, professioneller zu reagieren.
6. Zeit gewinnen ist professionell.
Du musst nicht sofort auf alles antworten. Ein ruhiger Satz wie „Ich nehme das ernst und melde mich dazu nochmals bei Ihnen“ kann verhindern, dass du aus Stress heraus reagierst. Manchmal ist es sogar sinnvoll, ein Gespräch zu vertagen.
7. Kleine Gesten verändern die Gesprächsatmosphäre.
Ein Glas Wasser, ein freundlicher Empfang, ein bewusster Abschluss an der Tür oder ein kurzer Moment des Ankommens können viel bewirken. Eltern spüren, ob sie willkommen sind oder ob sie als Problem betrachtet werden.
8. Grenzen gehören zur Beziehung dazu.
Wertschätzung bedeutet nicht, alles auszuhalten. Wenn ein Gespräch eskaliert, darfst du klar sagen, dass ihr zu einem späteren Zeitpunkt weiterreden werdet. Professionelle Elternarbeit braucht Verbindung und Abgrenzung.
9. Nach dem Gespräch beginnt die eigentliche Entwicklung.
Beide Sessions machen deutlich, wie wertvoll Reflexion ist. Was ist mir gelungen? Wo bin ich in Rechtfertigung geraten? Welche Worte haben geholfen? Was möchte ich beim nächsten Mal anders machen? So werden schwierige Gespräche zu Lernmomenten.
Warum beide Webinare zusammengehören
Ralph Keller gibt dir Werkzeuge für die professionelle Gesprächsführung: Vorbereitung, Struktur, Persönlichkeitstypen, Lösungsorientierung und konkrete Techniken für schwierige Situationen.
Die Session „Verbindung statt Front“ ergänzt diese Werkzeuge um die innere Ebene: Haltung, Nervensystem, Beziehung, Selbstfürsorge, innere Sicherheit und den Blick hinter das Verhalten der Eltern.
Zusammen entsteht ein runder Zugang zu Elternarbeit: Du lernst nicht nur, was du sagen kannst, sondern auch, aus welcher Haltung du sprichst. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Gespräch, das zur Front wird, und einem Gespräch, das Verbindung ermöglicht.
Für deinen Schulalltag
Diese beiden Sessions unterstützen dich dabei, Elterngespräche nicht als Belastung oder Kampf zu erleben, sondern als wichtigen Teil deiner pädagogischen Arbeit. Du bekommst konkrete Formulierungen, Reflexionsfragen und Gesprächsimpulse, die dir helfen, klarer aufzutreten, ruhiger zu bleiben und Eltern Schritt für Schritt als Partner:innen ins Boot zu holen.
Denn am Ende geht es nicht darum, dass Lehrpersonen und Eltern immer gleicher Meinung sind. Es geht darum, dass Kinder spüren: Die Erwachsenen stehen nicht gegeneinander. Sie suchen gemeinsam nach dem nächsten guten Schritt.
Die Aufzeichnung findest du unter Video.
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Ralph Keller
Ralph Keller ist Impulsgeber, Trainer und Unternehmer mit einem fundierten Hintergrund in der Sportartikel-Branche. Seit 2003 arbeitet er als Gründer und Inhaber der Marken sales;art und heyah! mit unternehmerisch geführten Teams und Verkaufs-Athleten zusammen, die ihren Erfolg über herausragende Servicequalität definieren. Seine Trainings und Workshops sind stark ergebnisorientiert und häufig in Zusammenarbeit mit Schauspielprofis konzipiert, um Themen wie die Schaffung von Wow!-Erlebnissen entlang der Gäste-Erlebniskette, mentale Stärke für Verkaufs- und Business-Athleten und lösungsorientierte Gesprächsführung abzudecken.
Neben seinen Kernkompetenzen unterstützt Keller mit Weiterbildungen im Bereich Elternarbeit auch Lehrkräfte dabei, ihren Schulalltag erfolgreich zu meistern und Elternbeziehungen positiv zu gestalten. Sein Leitgedanke ist die Selbstwirksamkeitsentwicklung, angetrieben von seiner Überzeugung, dass Leistungsbereitschaft eng mit dem Sinnstiften verbunden ist. Als eidgenössisch diplomierter Verkaufsleiter (HFP), Ausbilder mit Fachausweis und zertifizierter Sport-Mentaltrainer (CAS IAP ZHAW) bringt er umfassende Expertise und Leidenschaft in die persönliche und professionelle Weiterentwicklung seiner Klienten ein.
Trixi Tumert
Trixi ist Lern- und Elterncoach, Autorin und Entwicklerin des GerneLerner-Codes.
Sie begleitet Eltern und Kinder dabei, Lernen wieder leichter, entspannter und beziehungsorientierter zu gestalten. In ihrer Arbeit verbindet sie Lernbegleitung, Persönlichkeitsentwicklung und einen wertschätzenden Blick auf die Einzigartigkeit jedes Kindes. Als Mutter von drei erwachsenen Kindern und durch ihre Erfahrungen mit verschiedenen Schulsystemen bringt sie einen breiten, praxisnahen Blick auf Schule, Familie und Elternarbeit mit.
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Elterngespräche meistern – Wertvolle Impulse für die Elternarbeit mit Ralph Keller
Elterngespräche stellen für viele Lehrpersonen eine Herausforderung dar und sind dennoch eine unverzichtbare Säule in der Schulkommunikation. In dieser Session teilt Ralph Keller praxisorientierte Ansätze und Techniken, die Lehrpersonen unterstützen, selbst schwierige Elterngespräche souverän und konstruktiv zu gestalten. Durch die Arbeit mit professionellen Schauspielern und eine realitätsnahe Simulation lernst du, Eltern auf Augenhöhe zu begegnen, Vertrauen aufzubauen und einen offenen Austausch zu fördern, der das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellt.
Takeaways aus der Session „Elterngespräche meistern – Wertvolle Impulse für die Elternarbeit“ mit Ralph Keller:
Beziehungsaufbau durch frühzeitigen Kontakt: Ralph betont, wie wichtig es ist, Eltern frühzeitig zu kontaktieren – idealerweise zu Beginn des Schuljahres. Dies schafft eine Basis des Vertrauens und sorgt dafür, dass Eltern nicht nur dann von dir hören, wenn es Probleme gibt.
Verständnis für Persönlichkeitstypen: Ralph zeigt, wie das Verständnis unterschiedlicher Persönlichkeitstypen (dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft) die Kommunikation mit Eltern erleichtert. Du lernst, dein Verhalten anzupassen, um auf individuelle Bedürfnisse und Erwartungen der Eltern einzugehen und potenzielle Konflikte zu entschärfen.
Positive Grundhaltung als Schlüssel: Eine konstruktive Denkhaltung ist zentral. Durch das Bewusstsein „Ich bin okay, du bist okay“ kannst du Elterngespräche gelassener führen und negative Emotionen verringern. Diese Grundhaltung hilft, auch bei Meinungsverschiedenheiten respektvoll zu bleiben und gemeinsame Lösungen zu finden.
Effektiver Umgang mit Widerstand: Ralph vermittelt, wie du souverän reagierst, wenn Eltern spontan oder herausfordernd auftreten. Ein kurzer Hinweis wie „Ich melde mich später bei Ihnen zurück“ gibt dir die Zeit, dich vorzubereiten und die Situation in Ruhe zu reflektieren.
Lösungsorientierte Gesprächsführung: Statt im Problem festzustecken, zeigt Ralph auf, wie du Eltern im Gespräch auf Lösungen lenkst. Durch eine lösungsorientierte Haltung vermeidest du Schuldzuweisungen und konzentrierst dich darauf, gemeinsam im Sinne des Kindes vorzugehen.
Mentale Klarheit bewahren: Ein reflektierter Umgang mit den eigenen Gedanken und Emotionen hilft dir, selbst in hitzigen Situationen professionell und gelassen zu bleiben. Ralph zeigt, wie du mit gezielten Fragen und Übungen deine Selbstwahrnehmung stärkst und dadurch sicherer und empathischer auftrittst.
Kleine Gesten mit großer Wirkung: Wertschätzende Gesten, wie Eltern an der Tür zu verabschieden oder ein Glas Wasser anzubieten, schaffen eine positive Gesprächsatmosphäre. Solche Details stärken die Beziehungsebene und lassen die Eltern das Gespräch mit einem guten Gefühl beenden.
Mit diesen Impulsen und Techniken bist du als Lehrperson in der Lage, Eltern nicht nur als Partner, sondern auch als Unterstützer für den Lernerfolg ihrer Kinder zu gewinnen. Ralph Kellers praxisorientierte Ansätze zeigen, dass eine professionelle und wertschätzende Kommunikation mit Eltern die Basis für ein angenehmes Schulklima und die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten bildet.
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Verbindung statt Front
Elterngespräche sicher, klar und beziehungsorientiert führen
Elterngespräche gehören zu den anspruchsvollsten Momenten im Schulalltag. Nicht, weil Lehrpersonen fachlich nicht vorbereitet wären, sondern weil in diesen Gesprächen oft viel mehr mitschwingt als nur ein einzelnes schulisches Thema: Erwartungen, Sorgen, alte Erfahrungen, Unsicherheit, Schutzimpulse und manchmal auch Druck auf beiden Seiten.
In diesem Webinar zeigt Trixi, weshalb Elterngespräche so schnell kippen können und wie es gelingt, wieder in Verbindung zu kommen. Im Zentrum steht die Haltung: Eltern handeln meist nicht gegen die Lehrperson, sondern aus ihrer eigenen Sorge, Ohnmacht oder Unsicherheit heraus. Wenn Lehrpersonen das erkennen, entsteht mehr innere Ruhe, mehr Klarheit und mehr Handlungsspielraum. Ziel ist nicht, alles auszuhalten, sondern Gespräche professionell, menschlich und zum Wohl des Kindes zu führen.
Key Takeaways
1. Schwierige Elterngespräche sind oft Nervensystem-Gespräche.
Wenn Eltern laut, fordernd oder abwehrend reagieren, steckt dahinter nicht selten Stress, Angst oder Hilflosigkeit. Auch Lehrpersonen geraten schnell in Verteidigung, wenn sie sich angegriffen fühlen. Der wichtigste erste Schritt ist deshalb: innerlich einen Moment Abstand nehmen und nicht sofort auf den Angriff reagieren.
2. Die Haltung entscheidet, bevor das erste Wort gesprochen wird.
Ob ich denke „Diese Mutter wird wieder schwierig“ oder „Ich bin gespannt, was hinter ihrer Sorge steckt“, verändert das ganze Gespräch. Eine bewusste, neugierige und stabile innere Haltung hilft, nicht in Fronten zu geraten.
3. Verbindung kommt vor Lösung.
Eltern wollen sich zuerst gehört fühlen, bevor sie offen sind für pädagogische Einschätzungen oder nächste Schritte. Sätze wie „Ich höre, dass Sie sich Sorgen machen“ oder „Gut, dass Sie das ansprechen“ können ein Gespräch spürbar beruhigen.
4. Eltern und Lehrpersonen sehen oft unterschiedliche Seiten desselben Kindes.
Ein Kind kann zuhause ganz anders wirken als in der Schule. Statt darum zu kämpfen, wer recht hat, hilft die Frage: „Was beobachten Sie zuhause, und was beobachten wir in der Schule?“ So entsteht ein gemeinsamer Blick auf das Kind.
5. Innere Sicherheit schützt vor Rechtfertigung.
Je klarer eine Lehrperson ihre eigenen Stärken, Grenzen und pädagogischen Entscheidungen kennt, desto weniger muss sie sich verteidigen. Innere Sicherheit bedeutet nicht, immer alles zu wissen, sondern ruhig, klar und lernbereit zu bleiben.
6. Grenzen sind Teil von Professionalität.
Ein Gespräch darf unterbrochen oder vertagt werden, wenn es eskaliert oder nicht mehr konstruktiv geführt werden kann. Das ist kein Scheitern, sondern manchmal genau der professionelle Schritt, der nötig ist.
7. Prävention beginnt lange vor dem schwierigen Gespräch.
Wenn Eltern nur dann kontaktiert werden, wenn etwas nicht funktioniert, entsteht schnell Anspannung. Kleine positive Rückmeldungen, regelmässiger Austausch und klare Kommunikationswege schaffen Vertrauen, bevor es schwierig wird.
8. Nach dem Gespräch liegt grosses Wachstumspotenzial.
Eine kurze Reflexion hilft, schwierige Gespräche nicht einfach abzuhaken, sondern daraus zu lernen: Was ist mir gelungen? Wo bin ich in Verteidigung geraten? Was möchte ich beim nächsten Mal anders machen?
Für deinen Schulalltag
Dieses Webinar lädt dich ein, Elterngespräche nicht als Kampf um Recht oder Schuld zu sehen, sondern als gemeinsamen Suchprozess. Nicht jedes Gespräch wird leicht. Aber jedes Gespräch kann klarer, ruhiger und verbindender werden, wenn du deine Haltung, deine Grenzen und deine Gesprächsführung bewusst gestaltest.

