Neurospezifisch – Hochsensibilität, Autismus AD(H)S
- ADHS
- ADS
- Autismus
- Hochsensibilität
Die Aufzeichnungen findest du unter Videos.
Eine der größten Herausforderungen im Bildungsalltag ist, den Bedürfnissen neurodivergenter Kinder gerecht zu werden. Kinder mit Autismus, ADHS oder Hochsensibilität benötigen oft andere Ansätze, um erfolgreich zu lernen. In dieser Session erfährst du, wie du als Lehrkraft individuelle Lösungen für diese Kinder finden kannst, ohne dabei überfordert zu sein. Du wirst lernen, wie du neurodivergente Schüler besser verstehst, ihre Potenziale erkennst und förderst.
Neurodivergenz im Schulalltag verstehen – mit Johnny Billeter
In dieser eindrücklichen Session spricht Johnny Bilet aus der Perspektive eines ehemaligen betroffenen Schülers über ADHS, Autismus, Hochsensibilität und das Erleben von Schule. Gerade diese persönliche Innenperspektive macht das Gespräch so wertvoll: Johnny beschreibt, was ihn als Kind überfordert hat, was ihm im Schulalltag gefehlt hat und weshalb eine einzige Lehrperson für ihn einen entscheidenden Unterschied gemacht hat.
Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrpersonen Kinder besser verstehen können, die schnell anecken, stark reagieren, impulsiv wirken oder Mühe mit Reizen, Bewertungen und Druck haben. Die Session zeigt auf sehr berührende und konkrete Weise, dass auffälliges Verhalten oft nicht Ausdruck von bösem Willen ist, sondern von Überforderung, Stress oder fehlender Passung.
Besonders wertvoll sind Johnnys Hinweise zu Beziehung, Respekt, Verlässlichkeit, klaren Absprachen und individuellen Lösungen. Er macht deutlich, wie viel sich verändern kann, wenn Kinder nicht ständig als Problem gelesen, sondern in ihrem Erleben ernst genommen werden.
Inhalt:
- Kinder machen vieles nicht absichtlich, sondern aus Überforderung heraus
- Respekt und Verständnis wirken stärker als Druck und Strenge
- Verlässlichkeit, Klarheit und eingehaltene Absprachen geben Sicherheit
- Individuelle Deals und kleine Anpassungen können den Schulalltag stark entlasten
- Neurodivergente Kinder brauchen nicht mehr Druck, sondern mehr Passung
Von Wölfen und Bären
Neurodivergenz im Schulalltag verstehen und begleiten
Eine der grössten Herausforderungen im Bildungsalltag ist es, den Bedürfnissen neurodivergenter Kinder wirklich gerecht zu werden. Kinder mit Autismus, ADHS oder hoher Sensibilität bringen oft andere Wahrnehmungen, Reaktionen und Bedürfnisse mit in die Schule. Sie brauchen nicht einfach mehr Disziplin, sondern Erwachsene, die genauer hinschauen, Zusammenhänge verstehen und bereit sind, neue Wege zu gehen.
In dieser Session erhältst du einen vertieften Einblick in die verschiedenen Ausprägungen von Neurodivergenz und lernst, wie du deinen Unterricht so gestalten kannst, dass diese Kinder bessere Bedingungen zum Lernen vorfinden. Im Zentrum steht die Frage, wie individuelle Lösungen entstehen können, die dem Kind helfen und gleichzeitig den Unterricht für alle tragbarer machen.
Inhalt
- Verständnis und Anerkennung der verschiedenen Ausprägungen von Neurodivergenz
- Anpassung des Unterrichts an die Bedürfnisse neurodivergenter Kinder
- Entwicklung individueller Strategien zur Unterstützung, zum Beispiel durch klare Aufgabenstellungen und flexible Lernumgebungen
- Bedeutung von Beziehungsaufbau und Kommunikation zur Förderung von Sicherheit, Kooperation und Lernmotivation
- Zusammenarbeit mit Eltern, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln
Das nimmst du mit
Mit diesen Erkenntnissen kannst du deinen Unterricht so gestalten, dass Kinder mit unterschiedlichen neurologischen Voraussetzungen bessere Chancen auf Erfolg haben. Du stärkst nicht nur einzelne Kinder, sondern schaffst insgesamt mehr Verständnis, mehr Ruhe und mehr Passung im Schulalltag.
Umgang mit ADHS im Klassenzimmer
Mit Lea Schnyder
ADHS zeigt sich nicht bei allen Kindern gleich. Manche wirken laut, impulsiv und ständig in Bewegung, andere eher verträumt, unaufmerksam oder innerlich schnell überfordert. Gerade deshalb ist es so wichtig, ADHS nicht vorschnell als Disziplinproblem zu deuten, sondern als neurologische Besonderheit zu verstehen, die den Schulalltag auf vielen Ebenen beeinflusst.
In dieser Session zeigt Lea Schnyder auf, wie Lehrpersonen Kinder mit ADHS besser verstehen und im Unterricht gezielt unterstützen können. Es geht um konkrete und alltagstaugliche Anpassungen, die Kindern helfen, sich besser zu orientieren, dranzubleiben und ihre Stärken einzubringen.
Inhalt
- Verständnis und Anerkennung der verschiedenen Ausprägungen von ADHS
- Konkrete Anpassungen im Unterricht, zum Beispiel durch visuelle Hilfen, klare Strukturen und verlässliche Routinen
- Flexible Lernumgebungen mit Rückzugsmöglichkeiten, Kopfhörern oder bewegten Lernformen
- Individuelle Unterstützung durch kleine Arbeitsschritte, kurze Arbeitsphasen und klar formulierte Ziele
- Bedeutung von Beziehungsaufbau, wertschätzender Kommunikation und positiver Rückmeldung für Motivation und Lernerfolg
- Zusammenarbeit mit Eltern, um Lösungen zu finden, die sowohl in der Schule als auch zu Hause hilfreich sind
Mit den Impulsen aus diesem Webinar kannst du deinen Unterricht so gestalten, dass Kinder mit ADHS nicht ständig gegen ihre Schwierigkeiten ankämpfen müssen, sondern echte Chancen erhalten, ihre Potenziale zu entfalten. Schon kleine Anpassungen, eine klare Haltung und eine tragfähige Beziehung können den Schulalltag spürbar verändern.
Die Aufzeichnungen findest du unter Videos.
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Verena und Eddy von Wolf und Bär
Eddy und Verena von Wolf und Bär sind systemische Therapeut*innen, die sich auf das Thema Neurodivergenz spezialisiert haben. Gemeinsam unterstützen sie seit Jahren neurodivergente Menschen und ihre Familien dabei, ihre individuellen Stärken zu entdecken und in ihrem Alltag erfolgreich zu integrieren. Ihr fundiertes Wissen in der systemischen Therapie ermöglicht es ihnen, tiefgreifende Veränderungen zu bewirken und Betroffenen wertvolle Strategien im Umgang mit Herausforderungen anzubieten.
Mit ihrem Buch Wolf und Bär haben sie einen wichtigen Beitrag geleistet, um das Verständnis und die Akzeptanz von Neurodivergenz in der Gesellschaft zu fördern. Darin greifen sie auf ihre langjährige Erfahrung zurück und bieten praxisnahe Ansätze, um Familien und Betreuern den Umgang mit neurodivergenten Kindern zu erleichtern. Eddy und Verena sind davon überzeugt, dass Neurodivergenz keine Einschränkung, sondern eine besondere Art des Seins ist, die es zu erkennen und zu fördern gilt.
https://wolfundbaer.de/
Lea Schnyder
Lea Schnieder ist ADHS-Coach und überzeugt davon, dass neurodivergente Menschen ein enormes Potenzial mitbringen. Ihre Vision ist es, Kindern, Jugendlichen, ihren Familien sowie Lehrpersonen ein stress- und sorgenfreies Leben zu ermöglichen, indem sie die Stärken von ADHS erkennt und Strategien für die damit verbundenen Herausforderungen entwickelt. Oftmals empfinden Menschen mit ADHS ihren Alltag als anstrengend und kräftezehrend. Doch durch fundierte Psychoedukation und alltagstaugliche Strategien hilft Lea, einen gesunden Umgang mit ADHS zu finden und ein harmonischeres Familienleben oder einen stressfreieren Schulalltag zu schaffen.
Leas Angebot umfasst Psychoedukation für Klassen, Einzelberatung für Lehrpersonen und Eltern, Referate an Schulen sowie ADHS-Coaching für Kinder und Jugendliche. Für sie ist ADHS keine Krankheit, sondern eine besondere Art zu denken. Gemeinsam mit ihren Klienten erarbeitet sie Strategien, die das Leben leichter und freier gestalten.
Jonny Billeter
Johnny Bilet ist Unternehmer, Entwickler und Autor des Ratgebers Die Superkraft. Er spricht offen über seine eigenen Erfahrungen mit ADHS, Autismus und Hochsensibilität und bringt damit eine seltene, persönliche Perspektive in die Bildungsdiskussion ein. In seinen Impulsen verbindet er gelebte Erfahrung mit klaren, alltagsnahen Denkanstössen für den Umgang mit neurodivergenten Kindern und Jugendlichen.
Articles
Gerne posten wir hier dein Material oder Artikel zu diesem Thema: info@paedagogik-plus.com
Materials
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Videos
Takeaways: Nur ein Lehrer konnte mit ihm umgehen
In diesem Gespräch teilt Johnny Billeter seine sehr persönlichen Erfahrungen mit ADHS, Autismus und Hochsensibilität im Schulkontext. Besonders eindrücklich ist seine Botschaft, dass nicht Druck, Strenge oder ständiges Korrigieren geholfen haben, sondern eine Lehrperson, die ihn wirklich verstanden hat. Das Gespräch macht deutlich, wie stark Haltung, Beziehung und echtes Verstehen den Schulalltag für neurodivergente Kinder verändern können.
Im Zentrum steht die Frage, was Kinder brauchen, die schnell überfordert, stark getriggert, sehr ehrlich, impulsiv oder schwer steuerbar wirken. Johnny beschreibt, wie wichtig Respekt, Klarheit, Verlässlichkeit und individuelle Absprachen sind. Viele Verhaltensweisen, die im Schulalltag als störend erlebt werden, sind aus seiner Sicht kein böser Wille, sondern Ausdruck von Überforderung, fehlender Passung oder innerem Stress.
- Kinder machen das in der Regel nicht absichtlich. Hinter auffälligem Verhalten steckt oft Stress, Unsicherheit oder Überforderung.
- Beziehung wirkt stärker als Druck. Kinder brauchen Erwachsene, die sie nicht ständig als Problem lesen.
- Verlässlichkeit ist zentral. Unklare Ansagen, Wischiwaschi und nicht eingehaltene Abmachungen verunsichern stark.
- Wahlmöglichkeiten helfen oft mehr als Zwang. Kleine A-B-C-Optionen können Druck rausnehmen und Kooperation erleichtern.
- Individuelle Deals können Gold wert sein. Nicht alle brauchen dasselbe, aber manche brauchen etwas Spezifisches, um überhaupt reguliert bleiben zu können.
- Bewertungen können emotional sehr tief treffen. Was für Erwachsene klein wirkt, kann sich für ein Kind wie Liebesentzug oder komplettes Versagen anfühlen.
- Neurodivergenz ist nicht einfach Defizit. Viele betroffene Kinder bringen auch Kreativität, Ehrlichkeit, Klarheit, Ideenreichtum und besondere Wahrnehmungsstärken mit.
- Der wichtigste Schlüssel ist oft die Haltung der Erwachsenen: mehr Verständnis, mehr Respekt, weniger Druck.
Zusammenfassung: Nur ein Lehrer konnte mit ihm umgehen. Neurodivergenz mit Jonny Billeter
Takeaways aus dem Live-Webinar mit Verena und Eddy, zwei systemischen Therapeuten:
Verena und Eddy, zwei erfahrene Therapeuten mit langjähriger Expertise im Bereich Neurodiversität, haben uns im Webinar wertvolle Einblicke gegeben. Sie betonen die Bedeutung der unterschiedlichen Wahrnehmungen und Verhaltensweisen bei neurodivergenten Kindern und nutzen die Metapher von Wolf und Bär, um diese zu veranschaulichen. Der Bärentyp ist reizoffen, nimmt viele Details wahr und braucht oft Rückzugsmöglichkeiten, während der Wolfstyp besser in Gruppen funktioniert und schneller störende Reize ausblenden kann.
Wichtige Erkenntnisse:
- Individuelle Lösungsansätze: Nicht jedes Kind reagiert auf dieselben Hilfsmittel gleich. Ein aufmerksames Beobachten und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern sind entscheidend.
- Bedürfnisorientierter Unterricht: Neurodivergente Kinder brauchen eine Lernumgebung, die ihren speziellen Bedürfnissen gerecht wird – manchmal helfen kleine Anpassungen wie Kopfhörer oder Rückzugsorte im Klassenzimmer.
- Beziehungsaufbau und Flexibilität: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der offenen und wertschätzenden Kommunikation mit dem Kind. Auch wenn nicht immer sofort eine Lösung gefunden wird, kann dein Interesse den entscheidenden Unterschied machen.
Takeaways aus dem Live-Webinar mit Lea Schnyder:
- Bewegungsfreude nutzen: Kinder mit ADHS haben oft einen starken Bewegungsdrang. Diesen positiv in den Unterricht einzubinden, z. B. durch Botengänge oder Bewegungsübungen, kann das Lernverhalten fördern.
- Kreativität und Hyperfokus: Kinder mit ADHS haben oft eine starke Kreativität oder einen Hyperfokus auf Themen, die sie interessieren. Lea schlug vor, diese Stärke zu nutzen, indem man die Kinder in kreativen Projekten einbindet oder sie zu Experten für ein Thema macht, das sie begeistert.
- Starke Emotionen managen: Lea hat betont, dass Kinder mit ADHS oft impulsiv reagieren und leicht überfordert sind. Hier hilft es, ruhige und klare Kommunikation zu verwenden und im Nachhinein gemeinsam die Situation zu reflektieren. So können Kinder lernen, ihre Emotionen besser zu verstehen und zu steuern.
- Verstärkte Unterstützung durch Visualisierungen und Rituale: Kinder mit ADHS profitieren von klaren, visuellen Abläufen, die sie durch den Schultag führen. Regelmäßige Rituale geben ihnen Struktur und Sicherheit.
- Zusätzliche Stimulationsquellen bieten: Durch kleine Hilfsmittel wie Knetbälle, Kissen oder Musik können Kinder mit ADHS ihre Aufmerksamkeit besser steuern
Wichtige Erkenntnisse:
- Individuelle Lösungsansätze: Nicht jedes Kind reagiert auf dieselben Strategien gleich. Lea hat betont, dass ein aufmerksames Beobachten und die Anpassung von Methoden entscheidend sind. Wichtig ist dabei auch die Zusammenarbeit mit den Eltern.
- Beziehungsaufbau als Schlüssel zum Erfolg: Kinder mit ADHS reagieren sehr feinfühlig auf die Haltung der Lehrperson. Eine wertschätzende, vertrauensvolle Beziehung ist die Basis, um die Lernmotivation zu stärken.
- Ruhig bleiben in schwierigen Situationen: Wenn ein Kind mit ADHS überfordert ist oder impulsiv reagiert, hilft es, als Lehrperson ruhig zu bleiben und die Situation im Nachhinein zu reflektieren. So kann langfristig ein besserer Umgang mit den Herausforderungen erlernt werden.

