Zeugnissgespräche führen: Techniken, die wirken
Die Zeugniszeit steht an und du fragst dich: Wie schaffe ich es, dass dieses Gespräch nicht einfach nur ein Abhaken von Noten wird, sondern wirklich was mit den Schülerinnen und Schülern macht? Wie kann ich Stärken sichtbar machen, ohne dass es aufgesetzt klingt? Und wie komme ich bei den schwierigen Themen ins echte Gespräch – ohne zu bewerten, ohne zu belehren?
In diesem Artikel zeige ich dir eine Gesprächsstruktur für Zeugnissgespräche, die genau das schafft: Schülerinnen und Schüler sehen ihre Stärken, nehmen ihre Anstrengung wahr und entwickeln eigene Ziele. Dabei gehen sie mit einem guten Gefühl UND konkreten nächsten Schritten aus dem Gespräch.
Warum brauchen wir eine andere Art von Zeugnissgesprächen?
Traditionelle Zeugnissgespräche laufen oft so ab: Wir Lehrkräfte sprechen, während die Schülerinnen und Schüler (und Eltern) zuhören. Wir sagen, was gut war, was nicht so gut war und was besser werden muss. Die Schülerin oder der Schüler nickt, und alle sind irgendwie erleichtert, wenn’s vorbei ist.
Aber Hand aufs Herz: Was bleibt davon hängen? Und was verändert sich danach wirklich?
Ein Zeugnissgespräch kann so viel mehr sein, denn es ist ein Moment, in dem:
- Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Stärken erkennen und benennen können
- Anstrengung genauso gewürdigt wird wie das Ergebnis
- Ziele nicht von uns vorgegeben werden, sondern von den Lernenden selbst entwickelt werden
- Die Schülerin oder der Schüler als Expert:in für das eigene Lernen ernst genommen wird
- Etwas Greifbares entsteht, das über das Gespräch hinaus wirkt
- Genau dafür brauchen wir eine Struktur, die die Lernenden ins Zentrum stellt. Eine Struktur, die Lerngespräch ist, nicht Lehrer-Monolog.
- Die 5 Phasen eines stärkenden Zeugnisgesprächs
Ein gutes Zeugnissgespräch folgt einem klaren Aufbau, wobei jede Phase ihre eigene Funktion hat und auf der vorherigen aufbaut. Die Reihenfolge ist dabei wichtig: Wir starten positiv, würdigen dann die Anstrengung, schauen gemeinsam auf den Ist-Zustand, entwickeln anschliessend Ziele und schliessen mit etwas Konkretem ab.

Hier ist die Struktur im Überblick:
1. Einstieg: Stärken sichtbar machen
2. Anstrengung würdigen
3. Gemeinsam auf Fächer schauen
4. Ziele entwickeln
5. Abschluss mit Erinnerung
Phase 1: Stärken sichtbar machen – Der positive Einstieg
Wir starten nicht mit dem Zeugnis und auch nicht mit Noten. Stattdessen beginnen wir mit dem, was gut läuft, mit dem, was die Schülerin oder der Schüler kann, und mit dem, was du in den letzten Monaten beobachtet hast.
Die Schatzkiste, das Komplimente-Glas oder der Stärken-Brief
Für jüngere Schülerinnen und Schüler (Primar- und Unterstufe): Bereite eine kleine Box oder ein Glas vor, gefüllt mit kleinen gefalteten Zetteln. Auf jedem Zettel steht eine konkrete Beobachtung – keine allgemeinen Floskeln, sondern echte Momente aus dem Schulalltag.
“Ich hab hier was für dich vorbereitet – lauter Schätze, die ich dieses Halbjahr von dir gesammelt hab.”
Die Schülerin oder der Schüler zieht nacheinander die Zettel, und ihr lest gemeinsam. Dabei erzählst du zu jedem Zettel kurz, wann du das beobachtet hast.
Für ältere Schülerinnen und Schüler (Oberstufe, Sekundarstufe II): Bereite einen kurzen, handgeschriebenen Brief vor oder eine Sammlung von Beobachtungskarten in einem Umschlag. Die Form kann schlichter sein, aber der Inhalt bleibt konkret und persönlich. Alternativ kannst du auch eine digitale Liste vorbereiten, die du ausdruckst und der Schülerin oder dem Schüler übergibst.
“Ich habe dieses Halbjahr einige Beobachtungen über deine Stärken gemacht, die ich gerne mit dir teilen möchte.”
Beispiele für Beobachtungen (anpassbar an alle Altersstufen):
- “Letzte Woche hast du Max geholfen, obwohl ihr euch am Tag davor gestritten hattet”
- “Bei der Gruppenarbeit hast du dafür gesorgt, dass alle zu Wort kommen”
- “Als die Matheaufgabe schwierig war, hast du nicht aufgegeben, sondern drei verschiedene Wege ausprobiert”
- “Du kannst inzwischen so gut erklären, dass andere Schülerinnen und Schüler dich oft um Hilfe bitten”
- “In der letzten Diskussion hast du einen Perspektivenwechsel eingebracht, der das Thema für alle neu beleuchtet hat”
Wichtig: Das sind keine Bewertungen, sondern Beobachtungen. Also keine “Du bist fleissig”, sondern “Ich hab gesehen, wie du…”.
Die Zettel oder den Brief dürfen die Schülerinnen und Schüler behalten, und manche kleben sie ins Mäppchen, während andere sie mit nach Hause nehmen. Aber sie bleiben.
Warum dieser Einstieg so wichtig ist
Stell dir vor, du gehst in ein Gespräch und das erste, was passiert: Jemand zeigt dir, was du gut gemacht hast. Nicht allgemein, sondern konkret – mit Beispielen und echten Momenten.
Wie würdest du dich fühlen?
Genau so geht’s den Schülerinnen und Schülern. Dieser Einstieg schafft eine Atmosphäre von “Ich sehe dich. Ich nehme wahr, was du leistest. Du bist wertvoll.”
Von dieser Basis aus können wir später auch über Schwieriges sprechen – weil die Lernenden wissen: Es geht hier nicht nur um das, was nicht klappt.
Phase 2: Anstrengung würdigen – Das Gummiband
Jetzt kommt ein Teil, der oft zu kurz kommt: Die Würdigung von Anstrengung – unabhängig vom Ergebnis.
Das Gummiband als Metapher

Zeig ein Gummiband und sag: “Weisst du noch? Bei manchen Sachen musstest du dich dieses Halbjahr richtig anstrengen – da hat dein Gummiband ganz schön gedehnt.”
Dann stellst du Fragen:
- “Bei welchem Fach oder welcher Sache hat dein Gummiband am meisten gearbeitet?”
- “Wie hat sich das angefühlt?”
- “Was hast du gemacht, damit das Gummiband nicht reisst?”
- “Und wo ging’s schon leichter – wo war das Gummiband ganz entspannt?”
- Die Schülerin oder der Schüler darf das Gummiband dabei in die Hand nehmen, dehnen und fühlen. Das macht die Metapher greifbar.
Hinweis für ältere Schülerinnen und Schüler: Bei älteren Lernenden kannst du die Metapher etwas anspruchsvoller gestalten: “Stell dir vor, deine Lernkapazität ist wie ein Gummiband. Wo musstest du es dieses Halbjahr besonders dehnen, um weiterzukommen?” Die Metapher bleibt, wird aber sprachlich reifer präsentiert.
Warum Anstrengung würdigen?
Weil Lernen nicht nur über Erfolg definiert werden darf. Eine Schülerin oder ein Schüler, die oder der sich wahnsinnig anstrengt und eine Drei schreibt, hat genauso viel geleistet wie jemand, dem die Eins zufliegt.
Wenn wir Anstrengung sichtbar machen und wertschätzen, sagen wir den Lernenden: “Ich sehe, was du investierst. Und das zählt.”
Das stärkt die Lernmotivation langfristig mehr als jede Note, denn es zeigt der Schülerin oder dem Schüler: Dein Einsatz wird gesehen.
Phase 3: Gemeinsam auf Fächer schauen – Die Fächer-Ampel
Jetzt wird’s konkret: Wir schauen auf die einzelnen Fächer. Aber – und das ist der Unterschied – nicht WIR sagen den Schülerinnen und Schülern, wo sie stehen. Stattdessen ordnen die Lernenden selbst ein.
Die Fächer-Ampel
Bereite drei Bereiche vor (am besten auf grossen Blättern oder als Bereiche auf dem Tisch):
Grün = “Läuft rund” – Welche Fächer laufen gut?
Gelb = “Am Wachsen” – Wo bist du gerade dran, besser zu werden?
Rot = “Braucht mehr Training” – Wo brauchst du noch Unterstützung?
Wichtig: Rot ist nicht negativ, denn es heisst nicht “Du bist schlecht”. Stattdessen bedeutet es “Hier braucht’s noch mehr Übung, mehr Unterstützung und mehr Zeit”.
Bereite kleine Kärtchen mit allen Fachnamen vor. Die Schülerin oder der Schüler sortiert die Fächer ein, während du zusiehst.
Dann kommt der wichtige Moment: “Interessant, bei Mathe hast du gelb gesagt. Ich hab auch gelb überlegt. Lass uns mal schauen, warum wir beide das so sehen…”
Für ältere Schülerinnen und Schüler: Du kannst die Ampel auch durch ein Raster ersetzen mit den Achsen “Interesse” und “Leistung” oder die Lernenden bitten, ihre Fächer auf einer Skala von 1-10 einzuordnen. Das Prinzip bleibt gleich: Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung.
Das Gespräch über die Einordnung
Jetzt entsteht das eigentliche Lerngespräch, denn ihr sprecht über:
- Warum hat die Schülerin oder der Schüler dieses Fach hier eingeordnet?
- Was läuft schon gut in diesem Fach?
- Was ist noch schwierig?
- Wo sind die grössten Unterschiede zwischen der Einschätzung der Lernenden und deiner Einschätzung?
Diese Unterschiede sind Gold wert, weil hier sichtbar wird:
- Sehen die Schülerinnen und Schüler ihre Fortschritte überhaupt?
- Überschätzen oder unterschätzen sie sich?
- Wo braucht es mehr Feedback von dir im Alltag?
Phase 4: Ziele entwickeln – Die Wunsch-Wolke und die Brücke
Jetzt wird’s spannend, denn es geht nicht mehr um “Was war”, sondern um “Was kommt”. Und hier passiert der wichtigste Shift: Die Schülerin oder der Schüler entwickelt eigene Ziele.
Die Wunsch-Wolke
Für jüngere Schülerinnen und Schüler: Male oder bastle eine Wolke (oder zeichne einfach eine Wolken-Form auf ein Blatt). Dann sagst du: “In dieser Wolke ist Platz für deine Wünsche fürs nächste Halbjahr.”
Für ältere Schülerinnen und Schüler: Nutze ein einfaches Blatt mit der Überschrift “Meine Ziele fürs nächste Halbjahr” oder zeichne ein Zielbild. Die Metapher kann abstrakter sein, das Prinzip bleibt gleich.
Anschliessend stellst du Fragen:
- “Welche Note würdest du dir wünschen in Mathe?”
- “Warum ist dir das wichtig?”
- “Was würde das für dich bedeuten?”
- “Wie würdest du dich fühlen, wenn du das schaffst?”
Die Schülerin oder der Schüler erzählt, während du zuhörst. Ihr schreibt oder malt gemeinsam in die Wolke oder auf das Blatt, und die Lernenden dürfen es behalten.
Die Brücke zum Ziel
Aber hier endet das Gespräch nicht, denn ein Wunsch allein bewirkt nichts. Wir brauchen den Weg dorthin.
Zeichne eine Brücke:
- Auf der einen Seite: “Hier stehst du jetzt”
- Auf der anderen Seite: “Dein Ziel”
- Die Brücke dazwischen:”Die Schritte, die dich hinbringen”
Und dann fragst du:
- “Was ist EIN Schritt, den du schon nächste Woche machen könntest?”
- “Wie merkst du, dass du auf der Brücke vorankommst?”
- “Wer oder was könnte dir auf dieser Brücke helfen?”
Alternative für ältere Schülerinnen und Schüler: Nutze eine Zielpyramide oder einen Aktionsplan: Ziel oben, darunter 3-5 konkrete Massnahmen, unten die erste Aktion. Oder arbeite mit einem Zeitstrahl: “Wo willst du in 3 Monaten stehen? Was machst du dafür diese Woche?”
Warum das funktioniert
Weil die Schülerinnen und Schüler hier zum ersten Mal wirklich Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen. Nicht du sagst “Du musst mehr üben”, sondern die Lernenden überlegen selbst: Was ist mein nächster Schritt?
Ausserdem sind kleine Schritte realistisch. “Nächste Woche übe ich jeden Tag 10 Minuten das Einmaleins” ist machbar, während “Ich werde besser in Mathe” schwammig bleibt.
Phase 5: Abschluss – Der Kraftstein oder das Commitment

Das Gespräch ist vorbei, aber die Schülerinnen und Schüler sollen nicht einfach gehen. Sie sollen etwas mitnehmen – etwas Greifbares, das erinnert.
Der Erinnerungsstein (für jüngere) oder das schriftliche Commitment (für ältere)
Für jüngere Schülerinnen und Schüler: Bereite einen oder mehrere schöne Steine vor (du kannst sie draussen sammeln oder kleine Dekosteine kaufen). Die Schülerin oder der Schüler darf sich einen aussuchen.
Dann sagst du: “Dieser Stein ist jetzt dein Kraft-Stein fürs nächste Halbjahr. Wenn du magst, kannst du ihn mitnehmen. Immer wenn du ihn anschaust oder anfasst, kannst du dich erinnern:
- An deine Stärken, die wir heute angeschaut haben
- An dein Ziel, das du dir gesetzt hast
- Daran, dass ich an dich glaube”
- Optional: Die Schülerin oder der Schüler kann den Stein anmalen, oder ihr klebt einen kleinen Aufkleber mit dem wichtigsten Ziel drauf.
Für ältere Schülerinnen und Schüler: Lass die Lernenden ihr wichtigstes Ziel und den ersten konkreten Schritt auf eine Karte schreiben. Diese Karte können sie fotografieren, in ihr Mäppchen legen oder an einem sichtbaren Ort aufhängen. Alternativ: Ein gemeinsam unterschriebenes “Commitment” – du verpflichtest dich zur Unterstützung, die Schülerin oder der Schüler zur Umsetzung der ersten Schritte.
Warum diese Erinnerung?
Weil Worte verfliegen und gute Vorsätze schnell vergessen werden. Aber ein Stein, eine Karte, ein unterschriebenes Commitment – das bleibt. Es liegt im Mäppchen, auf dem Schreibtisch oder in der Hosentasche. Und jedes Mal, wenn die Schülerin oder der Schüler es sieht, erinnert es an dieses Gespräch.
Was du für die Gespräche vorbereiten solltest
Material-Checkliste
- Schatzkiste, Glas oder Brief mit vorbereiteten Beobachtungen (5-7 pro Schülerin/Schüler)
- Gummiband (am besten ein etwas dickeres, das man gut greifen kann)
- Fächer-Kärtchen (alle Fächer deiner Klasse auf einzelnen Kärtchen)
- Drei Blätter oder Bereiche für die Ampel (grün/gelb/rot oder andere Bezeichnungen)
- Wolke, Zielblatt oder Aktionsplan (je nach Alter)
- Brücke, Treppe oder Zeitstrahl zum Aufzeichnen
- Steine oder Commitment-Karten (je nach Alter)
- Stifte zum gemeinsamen Schreiben/Malen
Vorbereitung pro Schülerin/Schüler
- Überlege dir 5-7 konkrete Stärken-Beobachtungen und schreib sie auf
- Schau ins Zeugnis und überlege, wo du die grössten Unterschiede zwischen deiner und der Selbsteinschätzung der Lernenden erwartest
- Überlege dir 1-2 realistische Ziele, die du vorschlagen könntest, falls die Schülerin oder der Schüler selbst keine Idee hat
Häufige Fragen zu dieser Gesprächsstruktur
“Schaffe ich das zeitlich?”
Ja, wenn du es wirklich als Investition siehst. Diese Gespräche können mehr bewirken als zehn weitere Übungsblätter. Ausserdem werden die Gespräche mit der Zeit schneller, weil du die Struktur verinnerlicht hast.
“Was, wenn Schülerinnen oder Schüler keine Ziele entwickeln wollen?”
Dann ist das erst mal okay, denn manchmal braucht es ein bisschen Zeit. Du kannst Impulse geben (“Manche sagen, sie möchten gerne…, wäre das auch was für dich?”), aber du sollst nicht drängen. Manche Lernenden brauchen erst das Erlebnis, dass ihre Meinung wirklich zählt.
“Funktioniert das auch bei Schülerinnen und Schülern mit schlechten Noten?”
Gerade bei diesen Lernenden, weil sie oft nur hören, was nicht klappt! Die Schatzkiste oder der Stärken-Brief am Anfang sind für diese Schülerinnen und Schüler Gold wert – vielleicht hören sie zum ersten Mal konkret, was sie gut machen.
“Was ist mit den Eltern – sollen die dabei sein?”
Das entscheidest du. Manche Lehrkräfte machen erst ein Gespräch nur mit der Schülerin oder dem Schüler, dann kommt die Familie dazu und die Lernenden berichten selbst. Andere haben von Anfang an alle dabei, wobei wichtig ist: Die Schülerin oder der Schüler bleibt im Zentrum, nicht die Eltern.
Was danach passiert – Nachhalten der Ziele
Ein Ziel zu entwickeln ist der erste Schritt. Aber was kommt danach?
Kurze Check-ins im Alltag: “Hey, wie läuft’s mit deinem Brücken-Schritt?” – 30 Sekunden zwischen Tür und Angel reichen oft.
Sichtbar machen: Manche Schülerinnen und Schüler wollen ihre Wolke, ihr Zielblatt oder ihre Brücke im Klassenzimmer aufhängen (natürlich nur, wenn sie das wollen). Das erinnert täglich, während die Fortschritte sichtbar werden.
Zwischengespräch: Nach ein paar Wochen ein kurzes Gespräch: “Wie geht’s mit deinem Ziel? Bist du schon ein paar Schritte auf der Brücke weiter?”
Nächstes Zeugnisgespräch: Ihr schaut gemeinsam zurück: Was hast du erreicht? Was war schwieriger als gedacht? Und was war leichter?
Für die Schülerinnen und Schüler – und für uns
Diese Art von Zeugnissgesprächen ist anders, denn sie braucht mehr Vorbereitung und mehr Offenheit. Aber sie gibt den Lernenden etwas, was ein klassisches Zeugnisgespräch nicht geben kann:
- Das Gefühl, gesehen zu werden mit all ihren Stärken
- Die Erfahrung, dass Anstrengung zählt, nicht nur das Ergebnis
- Die Möglichkeit, selbst Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen
- Ein konkretes Ziel, das sie selbst entwickelt haben
- Eine Erinnerung, die bleibt
Und für uns? Wir erleben, wie Schülerinnen und Schüler aufblühen, wenn wir sie wirklich nach ihrer Meinung fragen. Wenn wir ihnen zutrauen, Expert:innen für ihr eigenes Lernen zu sein. Und wenn wir aufhören zu belehren und anfangen, gemeinsam zu überlegen.
Für die Schülerinnen und Schüler.
Du willst sehen, wie das konkret aussieht?
Die Techniken, die ich hier beschrieben habe – die Schatzkiste, das Gummiband, die Fächer-Ampel, die Brücke und den Kraftstein – zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem YouTube-Video zum Thema Zeugnissgespräche. Dort siehst du, wie du die einzelnen Elemente im echten Gespräch einsetzen kannst, welche Formulierungen funktionieren und wie du auch in schwierigen Momenten im Lerngespräch bleibst.
➡️ So führst du Zeugnissgespräche, die Schüler und Schülerinnen wirklich stärken
Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, teil ihn gerne mit Kolleg:innen. Je mehr Schülerinnen und Schüler diese Art von Gesprächen erleben, desto besser.
Über die Autorin:
Branka ist psychologische und pädagogische Beraterin @Pädagogik+ mit Schwerpunkt auf Lern- und Coachinggesprächen. In ihrem Podcast “pädagogik+” und auf Social Media teilt sie praxisnahe Impulse für einen Unterricht, der Schülerinnen und Schüler stark macht.
